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Arturia Pigments: VA und Wavetable Synthesizer

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Arturia Pigments

Pigments ist ein Software-Synthesizer des französischen Herstellers Arturia, der mit seiner V-Collection auf eine lange Erfahrung bei der Emulation von analogen Retro-Synthesizern, Orgeln und E-Pianos bauen kann.

Arturia Pigments Screenshot

Pigments kombiniert virtuell-analoge Oszillatoren und Wavetable-Synthese und wurde in Version 2 um eine Sample-Engine mit Granular-Effekt erweitert. Pigments bietet also imgrunde drei Engines: Die erste nennt sich Virtual Analog Triple Oscillator Engine und erzeugt klassische Wellenformen, wofür sechs Oszillatoren verfügbar sind. Die Complex Wavetable Engine arbeitet mit Wavetable-Synthese, wobei über 100 Wavetables zur Auswahl stehen, zwischen denen man morphen kann. Eigene Wavetables können importiert werden. Phase Distortion, Phase Modulation und Wavefolding ermöglichen dabei komplexe Klangmanipulationen. Die Sample Engine schließlich erlaubt das Abspielen von mitgelieferten und eigenen Samples mit diversen Playback-Modi. Natürlich können die Samples editiert, geloopt und moduliert werden. Im Granular Mode werden die Samples in Granular Synth Patches transformiert.

Die Bedienoberfläche ist intuitiv zugänglich und erfreut mit vielfarbigen Visualisierungen, die nicht nur optische Spielerei sind. Da immer alle Modulatoren zu sehen sind, macht die Farbigkeit das Ganze übersichtlich. Die meisten Parameter sind direkt zugänglich.

Zur weiteren Klanggestaltung bietet Arturia Pigments zwei parallele Filter-Module. Hier finden sich einige Filter, die man aus den virtuell-analogen Schaltungen der V-Collection kennt, wie SEM, Matrix 12 oder Mini(Moog). Dazu kommen modernere Versionen wie Comb- oder Formant-Filter.

Als Modulationsquellen bietet Pigments drei synchronisierbare LFO sowie - neben drei klassischen Hülkurven - drei komplexe Hüllkurvengeneratoren, genannt Functions. Darüber hinaus bietet Pigments ein Random-Modul mit drei Zufallsgeneratoren, ein Combinate-Modul mit zwei Kombinatoren zur Verknüpfung von Modulationen und vier Makro-Regler. Dazu kommen fünf MIDI-Controller-basierte Modulatoren. Natürlich verfügt Pigments auch über eine Effekt-Abteilung. Drei Effektmodule (2 Insert, 1 Send) lassen sich mit mehreren Dutzend Effekten bestücken, deren Parameter sich zur Modulation synchronisieren lassen.

Zu guter Letzt ist Arturia Pigments mit einen Arpeggiator und einen Sequenzer ausgestattet, der Zufallswerte und polyrhythmische Strukturen erzeugen kann.

Arturia Pigments kann als PlugIn in den Formaten VST, AAX und AU sowie Standalone betrieben werden. Der offizielle Preis ist 199 €. In diversen Online-Shops ist der virtuelle Synthesizer bereits ab 179 € zu haben.

Funktionen

  • Kombination von Wavetable, VA, Sampler und Granularsynthese
  • Preset-Browser mit ca. 1000 Presets, Tagging und Playlisten
  • 3 Synth-Engines
  • 2 Filtermodule
  • 3 Effektmodule
  • Sequenzer und Arpeggiator
  • Modulationsquellen: 3 Hüllkurven, 3 LFO, 5 Modulatoren, 3 Hüllkurvengeneratoren, 3 Zufallsgeneratoren, 2 Kombinatoren, 4 Makro-Regler
  • MPE-Unterstützung

Fazit

Wavetable-Synthese ist neu für Arturia und der Hersteller schlägt sich ziemlich gut. Die Benutzeroberfläche ist übersichtlich und auch für Neulinge intuitiv zugänglich. Wer auf der Suche nach komplexen Sounds, schwebenden Flächen und lebendigen Klangwelten ist, wird bei Pigments fündig.

Weblinks

www.arturia.com

Arturia Hersteller-Informationen