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Spectrasonics Omnisphere 2 - Audio Import und neue Sounds

Spectrasonics Omnisphere 2

19.10.2017

In schöner Regelmäßigkeit liefern verschiedene Entwickler neue Sound Libraries für das Synthesizer-Flaggschiff Omnisphere von Spectrasonics. Ein Grund mehr, die aktuelle Version Omnisphere 2 genauer unter die Lupe zu nehmen. Was ist neu im Vergleich zu Version 1?

Omnisphere 2 Arpeggiator

Omnisphere 2 bietet im Vergleich zum Vorgänger die Möglichkeit, eigenes Audiomaterial als Klangquelle zu nutzen. Dazu zieht man einfach die entsprechende Audio-Datei in das Import-Fenster des virtuellen Synthesizers und kann seinen Sound dann mit den diversen Kreativwerkzeugen von Omnisphere "verbiegen".

Zur Klangformung bietet Omnisphere 2 jede Menge neue Synthesemöglichkeiten: Über 400 neue Oszillator-Wellenformen können gleichzeitig als Wavetables verwendet werden. Neue Algorithmen für die Granular-Synthese, umfangreichere Modulationsmöglichkeiten wie tiefgehende FM- und Ring-Modulationen, 8 neue Filter-Typen und weitere Verbesserungen erweitern die Möglichkeiten der Klangerzeugung. Der performance-orientierte Live Mode erlaubt Key Splits, also die Verteilung verschiedener Patches bzw. Klänge auf unterschiedliche Bereiche des Keyboards.

Die integrierte Sound Library umfaßt nun 12.000 Sounds. 4.500 neue Patches und Klangquellen sind hinzugekommen, darunter "Spotlight EDM" für elektronische Tanzmusik, Phrasen-basierte Sound Sources für die Granular-Synthese, Circuit Bend-basierte, psychoakustische sowie melodische Klangquellen. Patches können bis zu 10 Oszillatoren und 6 LFOs enthalten, dazu Effekte und Arpeggiatoren. Damit kann Omnisphere einen beeindruckend breiten Klang- und Einsatzbereich abdecken. Dazu kommen noch die regelmäßig von Drittanbietern veröffentlichten Sound-Bibliotheken.

Das Interface von Omnisphere 2 ist größer geworden. Auf der linken Seite findet nun ein Modulationspanel Platz und ein Mini-Browser ist jederzeit zugänglich. Der Arpeggiator hat ein paar neue Funktionen und Modulationsoptionen bekommen. Es können bis zu 8 unabhängig voneinander arbeitende Arpeggiatoren zum Einsatz kommen. Omnisphere 2 bringt 25 neue Effekte (insgesamt 58) und hunderte neue FX-Presets mit. Bis zu 16 Effekte können in einem Instrument-Patch genutzt und über die Modulations-Matrix gesteuert werden.

Die Browser-Funktionen in Omnisphere 2 wurden optimiert und ausgeweitet. Sound Match findet alle zu einem Patch gehörenden Sounds in der Library. Es ist einfacher geworden, seine Klänge oder Projekte mit anderen Musikern zu teilen. Die gesamte Organisation der Sounds in der Bibliothek wurde verbessert und die Ladezeiten verkürzt. Klänge lassen sich nach Kategorien wie Stimmung, Genre, Oszillator-Typ und anderen Suchoptionen filtern.

Fazit: Die klanglichen Möglichkeiten von Omnisphere sind weiter gewachsen und der Workflow wurde optimiert. Omnisphere 2 ist nach wie vor nicht gerade billig, kann aber gut und gerne der einzige Synthesizer sein, den man in seinem virtuellen Studio braucht.

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