Musik machen am Computer? Kein Problem! Home Recording ist mittlerweile eine erschwingliche Angelegenheit. Viele Anbieter von Recording Software buhlen um die Gunst ihrer kreativen Kundschaft, wenn es um das Aufnehmen, Komponieren, Arrangieren, Bearbeiten, Schneiden und Mixen von Musik geht. Es gibt jede Menge gute und weniger gute, teure und kostenlose Musikprogramme. Aber: Viele Anbieter preisen ihre Produkte als das non plus ultra auf dem Markt. Vor allem Einsteiger können hier schnell den Überblick verlieren.
Musiksoftware.net möchte Hilfestellung und Tipps für Einsteiger und Fortgeschrittene geben in Form eines immer aktuell gehaltenen Überblicks über Programme zum Musik machen. Ich hoffe - auch wenn zwischen manchen Kategorien die Grenzen etwas unscharf sind - daß die folgende Gliederung hilfreich ist.
Eine Digital Audio Workstation (DAW) wird auch gern als virtuelles Musikstudio, Audio-MIDI-Sequenzer oder Host Software (weil sie diverse Instrumente und Effekte "beherbergen" kann) bezeichnet. Diese Musikprogramme bilden die Basis, wenn es darum geht, ein komplettes Musikstück zu produzieren. Früher waren DAW Harddisc-Recording-Geräte. Heute genügt jeder halbwegs moderne Computer mit vernünftiger Soundkarte und der entsprechenden Recording Software zur professionellen digitalen Musikproduktion.
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Instrumente und Effekte erwecken ein virtuelles Musikstudio im Grunde erst zum Leben. Die meisten DAW bringen natürlich eigene Klangerzeuger, Sampler, Effekte und ganze Sound-Bibliotheken mit. Wer mit diesen jedoch nicht zufrieden ist, sucht sich PlugIns anderer Hersteller. Diese können über verschiedene Schnittstellen in die DAW eingebunden werden. Das bekannteste Format ist hier VST (Virtual Studio Technology, von Steinberg festgelegte Schnittstelle für Audio-Plugins und virtuelle Instrumente), auf dem Mac ist AU (Audio Unit) verbreitet. Und natürlich gibt es viele Instrumente und Effekte auch als Standalone-Versionen, die kein zusätzliches Musikstudio benötigen.
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Audio-Editoren sind Musikprogramme zur Bearbeitung von digitalem Tonmaterial. Genutzt werden sie für Recording und Nachbearbeitung einzelner Audio-Dateien oder ganzer Audio-Montagen, d.h. im Mastering- und Postproduktionsbereich. Hier sind Filter und Effekte wichtig, Import- und Exportformate und natürlich die Sound-Qualität. Ein guter Audio-Editor bietet ähnlich wie Musikstudios PlugIn-Schnittstellen an, um Werkzeuge anderer Hersteller einbinden zu können.
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Auch wenn Puristen den DJ nur mit Vinyl hantieren sehen wollen: Software-basiertes "Plattenauflegen" hat sich zu einem durchaus konkurrenzfähigen und akzeptierten Bereich mit eigenen Stars und Techniken entwickelt. Zumal man mit einem sogenannten Digital Vinyl System (DVS) sogar "echte" Plattenspieler wieder in sein Set integrieren kann. Und die Funktionsvielfalt einiger dieser Programme ist beeindruckend.
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Sampling ist fast schon eine eigene Kunstform und hat musikalische Stile entscheidend beeinflußt. 1979 kam der erste - damals unbezahlbare - Hardware Sampler auf den Markt. Heute sind Software Sampler erschwinglich und leisten all das (und mehr), was ihre Vorgänger konnten: Audio aufnehmen, loopen, manipulieren, rhythmisieren, wiedergeben...
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Keiner wird als Musiker geboren :-) Also gibt es auch einen Markt für Lernsoftware, besonders für Kinder und Jugendliche. Hier bin ich leider kein Experte. Außerdem werden wahrscheinlich viele Lernprogramme von kleinen Verlagen lokal und in geringer Stückzahl vertrieben. Für Anregungen und Ergänzungen im Bereich Musical Training bin ich in jedem Falle dankbar!
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Notation Software (auch Scorewriter, Kompositions- oder Notensatzprogramme genannt) soll dem Musiker oder besser Komponisten helfen, seine Ideen auf das Notenblatt zu bringen. Aber sie können auch mehr. Manche haben sich mit PlugIns und Zusatzfunktionen fast zu kompletten Musikstudios gemausert. Für Linux gibt es hier recht viele Programme kostenlos.
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Für Einsteiger besonders interessant: Keiner will gleich ein Vermögen investieren, wenn er nicht weiß, was ihn erwartet. Es gibt jede Menge Gratis-Musiksoftware zum Download im Netz. Und zwar nicht nur 30-Tage-Testversionen oder Light-Versionen mit eingeschränktem Funktionsumfang. Freeware oder Open Source-Programme müssen nicht schlechter sein als kommerzielle Produkte. Also einfach ausprobieren und Geld sparen!
Hier gibts Recording Software GRATIS
Bis auf den Bereich "Instrumente & Effekte" soll der hier gegebene Überblick über Musikprogramme für den heimischen Computer so umfassend wie möglich sein. Instrumente und Effekte (als PlugIns für Musikstudios und zum Teil auch als Standalone-Programme) gibt es in einer solchen Fülle, daß ich an dieser Stelle nur eine subjektive Auswahl treffen kann - deshalb "Favourites". Hier sollte jeder auf die Suche gehen und entsprechend seinen klanglichen Vorlieben das Richtige finden.
Und jetzt viel Spaß beim Stöbern durch die Musikprogramme!